Jazz in den Ministergärten

Ablauf

19:30 Uhr Sapporo meets Jasper van’t Hof | 21:30 Uhr ovum bonum quam

Sapporo meets Jasper van’t Hof

Wie auf der von der Presse hoch gelobten CD »Musique Noir« setzen Sapporo Sound Motel durch die Kombination von Jazz und Elektronik auf dem neuen Longplayer »sapporo meets janosch« konsequent ihren Weg fort.
Im Gepäck die Musik der o.g. CD, gesellt sich zu Sapporos kreativen Köpfen ein weiterer illustrer, äußerst innovativer – und einer – der Wegbereiter war von Jazz, World und Fusionmusik in Europa, der holländische Pianist Jasper van’t Hof.

Immer noch auf der Suche nach neuem, nimmer müde werdend wenn es um das Ausloten neuer Strömungen geht hatte sich Jasper erstmals zum diesjährigen Kurt Weill Festival auf Sapporo und eine neue Richtung eingelassen. Für ihn ein Sound und Groovekonzept, was wie er sagt »für ihn voll aufgegangen ist«.

Christian Eckert Jazz-Gitarrist und elektronischer Soundtüftler, als Kind in direktem Kontakt mit der Frankfurter Sponti-/APO Szene aufgewachsen (Daniel Cohn Bendit als Nachbar und Freund) reflektiert seine Songs fragmentarisch mit Ton Dokumenten aus dieser Zeit (von z.b. Rudi Dutschke) und füttert sie mit dem neuen was in der Welt seitdem passiert ist bis hin zu Wortkreationen von Angela Merkel und George Busch, russische Märchen u.v.a.

Elekronik trifft auf Flügel und warmen Saxophonsound. Ulli Jünemann hessischer Förderpreisträger Jazz, steuert elektronische Tüftelarbeit von Komponist Kurt Weill bei, schafft eine völlig neue Ästhetik die die Originalvorlagen von z.B. Weills Stimme oder Pianospiel zerrupft und neu zusammen setzt. Garniert wird das ganze mit Erinnerungen aus seinem Teeniealter, Star Wars, Coltrane, Star Trek, R2D2 und vieles mehr. Musik für Erwachsene, in der es viel zu entdecken gibt – weder streng tradionell, noch ohne erkennbaren Referenzen, mit einer ganz eigenen Sound-Signatur.

Beginn

19:00 Uhr
Landesvertretung Hessen

Besetzung

Christian Eckert – git, sfx & laptop
Ulli Jünemann – sax, sfx, elec
Jasper van’t Hof – key, p, sfx

ovum bonum quam

Dieser außergewöhnliche Projektname folgt einer sehr alten Tradition:
Im Jahre 50 v. Chr. war ganz Hessen von den Römern besetzt. Ganz Hessen? In einem kleinen unbeugsamen Dorf wehrten sich die Bewohner gegen die Besatzer mit dem Zuruf eines scheinbaren geheimen Codes »ovum bonum quam«. Nur nach wörtlicher Übersetzung der Begriffe konnten die römischen Geheimdienste das Geheimnis lüften:

ovum [-i, n. -s; ] Ei, [lat.]
bonum [n. – -; nur Sg.] gut [lat.]
quam [adv.] wie [lat.]

Der Code entpuppte sich als althessische Begrüßungsformel (Ei – gut – wie) und wurde bis in die heutige Zeit überliefert. Fröhlich begegnet man im mittlerweile unabhängigen Hessenland auch dem Fremden mit einem freundlichen »Ei guude wie«?.
In der Musik der vier Jazz-Hessen schimmert dieser unterschwellige Humor aus alten Zeiten stets mit; sie verarbeiten in ihren Jazzimprovisationen auf eigenwillige Art und Weise Themen aus der jüngeren hessischen Geschichte: Wirtschaftswunder-Songs, unvergessliche Melodien aus diversen James Bond Soundtracks, althessische Widerstandslieder …

Beginn

21:30 Uhr
Landesvertretung Hessen

Musik

Besetzung

Ulli Jünemann – sax, sfx
Martin Lejeune – git
Axel Pape – dr
Jean Phillipe Wadle – b