Jazz in den Ministergärten

Ablauf

19:30 Uhr Heiko Hubmann Quartett | 21:30 Uhr HAARDTGROOVE

Heiko Hubmann Quartett

Dem melodischen Jazz hat sich das »Heiko Hubmann Quartett« von Beginn an verschrieben und es in diesem Metier mittlerweile auch zu einiger Meisterschaft gebracht. Das liegt einerseits daran, dass das Quartett überaus bewusst arbeitet und seine Arrangements mit viel Liebe zum Detail vorträgt, zum anderen aber auch an der »Eingespieltheit« des Ensembles.

Robert Kesternich bietet am Piano einen verlässlichen Partner für die Melodiestimme aus Heiko Hubmanns Trompete und Flügelhorn und auch Drummer Simon Zimbardo und Ralf Cetto am Bass interpretieren ihre Rolle im Zweifel für die Banddienlichkeit. So entwickelt sich ein entspannter Sound, der bei allen Features und Solos vor allem ein
Ensembleklang ist und gemächlich zwischen Swing, Bebop und Anklängen an den Modern Jazz hin und her changiert. Die Eigenkompositionen, die neben einigen Standards im Set auftauchen, entstammen meist der Feder des Trompeters. Er zeigt sich dabei wiederum als ausgesprochener Könner, wenn es darum geht, weiche, geschmeidige Melodielinien zu zeichnen. Für die nötige Tiefe sorgen dabei die drei Kollegen, die ein dichtes, bassreiches Fundament liefern, das sein Spiel elegant in Szene setzt.

Der Jazztrompeter Heiko Hubmann studierte bei Stephan Zimmermann und Axel Schlosser in Mainz, später bei Andy Haderer in Köln Jazztrompete, spielte im Landesjugendjazzorchester Rheinland-Pfalz und war 2005 Mitglied im Bundesjugendjazzorchester. In den vergangenen Jahren gab er Konzerte mit Bobby Shew, Herb Geller, Terrell Stafford, Bob Mintzer, Klaus Graf, Paul Kuhn, Gustl Mayer, Nadja Benaissa, Pe Werner und Vicky Leandros. Weitere Bandprojekte des vielseitigen Trompeters sind u.a. das »Florian Werther Quartett«, das »Andreas Hertel Quintett«, die Big Band »Kicks And Sticks« aus Mannheim und viele mehr.

Simon Zimbardo ist Absolvent des Studiengangs „Popularmusik“ der HfM Hamburg. Er war Erster Preisträger im Bundeswettbewerb „Jugend jazzt“. Konzerttourneen für das Goethe-Institut und den Deutschen Musikrat führten den Schlagzeuger durch fast alle Länder Europas und Südostasiens.

Der Bassist Ralf Cetto, Jahrgang 1965, geboren in Saarbrücken, studierte Jazz-E-Bass an der Musikhochschule Köln bei Andreas Lonardoni und lebt zur Zeit in Bingen am Rhein. Er ist in ganz Deutschland als Sideman verschiedener Combos zu hören, unter anderem im Bob Degen Trio.

Robert Kesternich, 1984 in Mainz geboren, studierte an der Musikhochschule Mannheim Jazz-Piano. Von 2007 bis 2009 war er Pianist bei Peter Herbolzheimers „European Masterclass Big-Band“ und ist als gefragter Pianist vor allem in der Rhein-Neckar Region zu hören. 2007 gründete er das bis heute bestehende »Robert Kesternich Trio«.

»Zugänglich und ohne allzu viele Handstände auf dem intellektuellen Brückengeländer.« »So macht es beträchtliche Freude, Heiko Hubmann auf seinen Exkursionen auf Trompete und – besonders attraktiv, weil in der Rolle gespielt, die sonst dem Saxofon in einer solchen Besetzung zukäme – Flügelhorn zu begleiten. Hubmann liebt es, seine Melodien mit Übersicht und langem Atem zu entwickeln, stellt gerne den Kompositionen ein langes, offensichtlich improvisiertes Solo voran. Den Riff-König gibt er nur ungern, was angesichts der Repertoirewahl auch nicht sinnvoll erschiene.« (Die Rheinpfalz)

Beginn

19:30 Uhr
Landesvertretung Rheinland-Pfalz

Musik

Besetzung

Simon Zimbardo – dr
Ralf Cetto – b
Robert Kesternich – p
Heiko Hubmann – tp

HAARDTGROOVE

Beatles „verjazzt“ ist keine Seltenheit, aber ungewöhnlicher, ein ganzes Programm damit zu füllen. Absolutes Novum ist es allerdings, dass die Jazzformation „HAARDTGROOVE“ Titel der Fab-Four mit Jazzstandards verschmilzt.

„Little brown Jug“ – in Glenn Millers Fassung aus den 30er Jahren – erklingt synchron mit „With A Little Help From My Firends“ von J. Lennon und P. McCartney, als wäre es eine Originalkomposition aus der Swing-Ära. „Yesterday“ wird einmal mit „The Girl From Ipanema“ von A.C.Jobim zu einer temperamentvollen Jazz-Samba, dann wiederum mit Jerome Kerns „Yesterdays“ zu einer gefühlvollen Ballade.Der legendäre auf einem Gitarrenriff aufbauende „Daytripper“ gerät mit „Tequila“ (C.Rio) auf hoch-prozentigem Trip regelrecht in Extase. Die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Thema „Vereinsamung“ erfährt im Bossa Nova durch „Eleanor Rigby“ und Leon Russels „This Masquerade“ eine nuancenreiche und aufwühlende Reflektion.Bei den beiden stilistisch sehr unterschiedlichen Stücken „A Hard Day´s Night“ und „Night And Day“ (Cole Porter) wird über beide Tageszeiten hinaus durch eine einheitliche neue Harmonisierung eine gemeinsame Basis für einen groovigen Swing geschaffen.Der Titel „Get The Chameleon Back“ verrät, dass Lennon/McCartney und Herbie Hancock in einem Stück gemeinsam in Erscheinung treten und trotz konträrer musikalischer Prägung bestens miteinander harmonieren und der jazzige Funk(e) auf den rockigen Beat überspringt.

Beginn

21:30 Uhr
Landesvertretung Rheinland-Pfalz

Musik

Besetzung

Benedikt Scherrer – t, flügelho
Frank Metzger – tensax
Axel Müller – git
Matthias Denhoff – p
Mathias Jehling – cb
Julian Leopold – dr