Jazz in den Ministergärten

Ablauf

19:00 Uhr Nicole Jo | 20:30 Uhr Mellika Meskine Quartett | 22:00 Uhr Finemix | 23:30 Uhr Johannes Müllers Jazz Mile

Nicole Jo

Nicole Johänntgen mit ihrer Band

NICOLE JO wurde 1998 im Saarland gegründet. Das Quartett wurde in Kurzform nach der Saxophonistin und Initiatorin Nicole Johänntgen benannt. Die saarländische Musikerin wuchs zusammen mit ihrem Bruder und Keyboarder Stefan Johänntgen in einem musikalischen Umfeld auf. Sie spielten beide gemeinsam in der Joe Fuchs Band des Vaters mit und schulten dort bereits ihr Gespür zu Musik und Publikum. In dieser Zeit lernten sie bei einem gemeinsamen Konzert den Schlagzeuger Elmar Federkeil kennen. Dieser legendäre Abend in der Völklinger Produktionsstätte einer Bäckerei war die Initialzündung zur Zusammenarbeit in der Band „Nicole Jo. needs 2b funky“ aus der dann 2011 „NICOLE JO“ wurde.

Während Nicole sich ganz der Musik widmet und in Mannheim Jazz-Popularmusik studiert, schlägt Stefan die Richtung des Elektro-Ingenieurs ein und arbeitet am mineralogischen Institut in Heidelberg. Er verbindet beides auf spielerische Art und lässt sein Wissen in die Technik mit einfliessen. Der starke Zusammenhalt zwischen den 2 Geschwistern spürt man in der Musik wie auch in der fast täglichen Zusammenarbeit. Während Nicole sich nebst dem Komponieren der Konzert-Tour-Organisation und der Medienarbeit widmet, liefert Stefan originelle Sounds, die prägend sind für die Band. Der Keyboarder steuert den Klang und ist der Produzent und Sound-Ingenieur der neuen CD „Colours“.

Nicole Johänntgen, die weltweit derzeit als Gastsolistin, Dozentin und Botschafterin agiert, lässt das Saxophon flüstern wie auch explodieren. Ein hochexpressives Saxophonspiel, das bei allen wilden Improvisationsflügen fest verwurzelt ist in der Blues- und Souljazz-Tradition. Stefan jagt elegant über die Tastatur und heizt die Band ein mit einem funky gespielten Clavinet oder lässt die Orgel schreien. Als Kontrast legt er immer wieder Sound-Flächen, die für Weltraum-Stimmung sorgen. Für die neue CD erweitert Elmar Federkeil sein Schlagzeug Set und kombiniert dieses mit diversen Perkussions-Instrumenten. Der Saarländer liefert die punchigen Beats und gibt den Drive an. Nebst seinem neuen Bühnen-Set-up hat sich noch das selten gehörte Instrument „Blue Point Steel Harp“ dazugesellt. Es sieht dem in der Schweiz gebauten „Hang“ Instrument ähnlich, klingt sphärisch und paart sich wunderbar mit den Sound-Flächen des Keyboards. Für die tiefen Töne sorgt der in Holland umtriebige Bassist Philipp Rehm, der dem ganzen Klangbild noch mehr Schärfe gibt. Seine musikalischen Ideen, die teils an afrikanischen Melodien anlehnen, waren Grundideen vieler Musikstücke der neuen CD „Colours“. Philipp und Nicole, die beide in Mannheim studierten, haben sich bei einem internationalen Jazztreffen in Helsinki kennengelernt.

„Colours“ ist das Gesamtwerk bunter Klänge aus Jazz, Pop, Soul, Blues und Filmmusik. Sie steckt voller herzhafter Emotionen, knackigen Beats zum Mittanzen und stimmungsvolle Klangbilder.

Foto: © tonyneutri@liberto.it

Beginn

19:00 Uhr
Landesvertretung Saarland

Besetzung

Nicole Johänntgen: sax
Stefan Johänntgen: p
Philipp Rehm: b
Elmar Federkeil: dr

Mellika Acoustic Quartet

mit dem Pianisten Manuel Krass

„Jazzig-schlankes Akustikquartett, das die von Melancholie umflorten Songs optimal zur Geltung bringt.“ – Saarbrücker Zeitung

Unkonventionell, authentisch und jenseits der ansonsten sorgsam geordneten stilistischen Schubladen erscheint Mellika als Sängerin und Songschreiberin ihres Acoustic Quartets. In ihrer Musik reflektiert sie über ihr Leben und ihre Identität als junge Künstlerin, als Liebende, als Migrantentochter, als Leserin zwischen den Zeilen des Zwischenmenschlichen. Songwriter-Pop, der berührend tief und dennoch leicht und warm klingt. Mellikas Konzerte präsentieren neben einer großen dynamischen Spannweite ein breites Spektrum unterschiedlichster Stile der Popkultur – perfekt zugeschnitten auf ihre außergewöhnliche Stimme. Mitreißender Singer-Songwriter-Folk, oft jazz-affin, mischt sich mit gefühlvollen Klavierballaden – und bleibt dabei immer dem Alternative Pop treu. Befreit vom Einsatz elektronischer Hilfsmittel gleichen Mellikas Melodien der Konsistenz flüssigen Honigs, eben noch zerbrechlich wie hauchdünnes Porzellan, dann sofort wieder überraschend kraftvoll und energetisch aufgeladen. Alle diese hochmusikalischen Eigenschaften spiegeln Mellikas facettenreiche Persönlichkeit und ermöglichen ihr eine außergewöhnliche interpretatorische Tiefe.

Beginn

20.30 Uhr
Landesvertretung Saarland

Musik


Besetzung

Mellika Meskine: voc
Manuel Krass: p
Laurent Peckels: b
Kevin Naßhan: dr

Finemix

Ihr Name steht für die feine Mischung aus der Gitarristik der letzten vier Jahrhunderte, die von Guido Allgaier (CH) und Jürgen Krewer (D) stilsicher, modern und auf ganz eigene Weise interpretiert wird.

Irgendwo zwischen Jazz, Blues und Klassik treten die beiden „gegeneinander“ an. Die beiden Freunde sind als virtuose Einzelkünstler bekannt und haben sich nach einem guten Dutzend Jahren Individualismus entschlossen, gemeinsam ein höchst anspruchsvolles Repertoire aufzulegen, das Gitarren-Fans in seinen Bann zieht. Bluesig-jazzige Leckerbissen, gelegentliche Ausflüge in Klassik, die Gypsy-Musik oder Neuentdeckung altbekannter Stücke in überraschenden Interpretationen, die akrobatische Züge annehmen. Da ist viel humorvoll genutzter Spielraum für Improvisationen.

Die Spielfreude der beiden Kontrahenten ist zu fühlen. Improvisation erfolgt gerne auf Zuruf, das Publikum wird nahe an die Bühne herangeführt und erlebt, welche Spannung zwischen den beiden „Gegnern“ aufgebaut wird. Am Ende gewinnt jedoch immer der Dritte, die Musik.

Beginn

22:00 Uhr
Landesvertretung Saarland

Besetzung

Jürgen Krewer: g
Guido Allgaier: g

Johannes Müllers Jazz Mile – Genesis

mit dem Saxophonisten der hr Bigband Tony Lakatos

In diesem Kontext steht Genesis weder für das Buch noch für die Band, sondern als Synonym für das neue Programm der Johannes Müllers Jazz Mile. Nach 5-jähriger kreativer Pause meldet sich die Band um Top-Saxophonist Johannes Müller zurück auf den internationalen Bühnen, mit neuer kreativer Energie. Auch personell gibt es einige Neuerungen. Musikalisch mit allen Wassern gewaschen wird das Quintett die Zuhörer behutsam in seinen Bann ziehen. Die Eigenkompositionen von Müller bewegen sich zwischen Coltrane, Parker und Miles, gehen aber durchaus auch in Richtung Postmodern Hardbop und Impressionismus. Beim Publikum ist lockeres Mitschweben im sentimentalen und durchaus sehr warmen Golfstrom angesagt. Im Herbst 2015 steht eine große Tournee an, nach welcher die Band ins Studio gehen wird, um ein neues Album aufzunehmen.

»Da entstand auf der Grundlage großer Tradition etwas Neues, das frei und energiegeladen daher kam.«
Saarbrücker Zeitung

»Der Saxofonist Johannes Müller ist ein moderner Tenorist par excellence. Sprudelnde Eloquenz, rhythmische Leichtigkeit, gewagte Intervallsprünge und ein mächtiger Sound, der Luftigkeit, Schwere und Bluesfeeling originell vereint – all dies zeichnet diesen beeindruckenden Stilisten aus, der seine Soli mit erstaunlicher Gestaltungskraft vorantreibt. Einflüsse von Joshua Redman, Joe Henderson und George Coleman vereint Müller zu einem individuellen Konzept. Und seine Band begeistert mit treibendem Swing, versiert, vielgestaltig, souverän. Beim Wettbewerb der Musikhochschulen im Mai wurde auch er mit einem Preis als bester Solist ausgezeichnet. A Star is Born.«
Mannheimer Morgen

Foto: © Joan M. Laffitau

Beginn

23:30 Uhr
Landesvertretung Saarland

Besetzung

Johannes Müller: sax
Carlo Nardozza: tp
Volker Engelberth: p
Gautier Laurent: b
Chris Strik: dr